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Worauf kommt es beim Event Filmen an?

Worauf es bei Eventfilmen ankommt.

Eventdoku, Veranstaltungsdokumentation, Kameramann, Videoschnitt

Den Begriff der Veranstaltungsdokumentationen kann man grundsätzlich verstehen als das Festhalten des zeitlichen Ablaufs eines Ereignisses auf Video.
Im einfachsten Fall bedeutet das: Mitschnitt mit einer Kamera von einem festen Standpunkt und gutem Blick auf die Szene. Bei Vorträgen, Reden und Bühnenshows kann das ganz prima funktionieren, wenn man rein die Inhalte dokumentieren möchte.

Wie aber war die Reaktion des Publikums? Welche Stimmung herrschte vor Ort? Habe ich als Ausrichter der Veranstaltung das Publikum begeistern, inspirieren oder zu Diskussionen anregen können? War die Veranstaltung ein Erfolg? Um die Gesamtheit der Wirkung einer Veranstaltung zu dokumentieren reicht es nicht, eine Kamera fest aufzubauen und darauf zu achten, dass alles gut zu sehen ist. Es geht vielmehr darum, die wesentlichen Aktionen und wichtigsten Worte zu erfassen und gleichzeitig auch die Reaktionen des Publikum einzufangen und die Gesamtstimmung aus Erlebnis, Raum, Licht und Ton zu vermitteln.

Darauf kommt es mir bei Eventfilmen an:

  1. Der richtige Moment
  2. Der fotografische Blick
  3. Die hochwertige Tonqualität
  4. Das vorhandene Licht nutzen
  5. Die passende Technik
  6. Die Postproduktion

 

 

1. Der richtige Moment

Mir ist es wichtig, als Kameramann die Atmosphäre vor Ort im richtigen Moment einzufangen. Das Gefühl einer gelungenen Veranstaltung entsteht durch die besonderen Momente, die jeder einzelne etwas anders empfindet. Ein einziges Wort in einer Rede kann mehr Bedeutung haben als ein langer Text. Welcher Moment für den Film später mal der richtige sein wird, ist während der Dreharbeiten meist nicht abzusehen. Deshalb entsteht in der Regel sehr viel Material, das später beim Videoschnitt ausgewertet werden muss.
Neben dem Wissen über den Ablauf einer Veranstaltung verlasse ich mich vor allem auf mein Gespür und die langjährige Erfahrung, welche Aktion als nächstes kommen könnte, um im richtigen Moment mit der Kamera dort zu sein. Vorausschauendes Handeln und schnelle Reaktion auf Ereignisse sind wichtige Voraussetzungen, um den richtigen Moment einzufangen.

Eventdoku, Veranstaltungsdokumentation von Poll Immobilien Immoclubbing

2. Der fotografische Blick

Der forografische Blick dafür, wie der Moment im Bild am besten eingefangen werden kann ist ein weiterer wichtiger Baustein für die Wirkung einer Veranstaltungsdokumentation. Weil ich die Filme meistens auch selbst schneide, weiß ich, welche Einstellungen für gelungene Szenenübergänge gebraucht werden, wann Naheinstellungen wichtig sind und wann Totalen.

Eventdoku, Veranstaltungsdokumentation ,KD Navien_ISH Messe Frankfurt

Auch Bildausschnitt und Perspektive müssen in Hinblick auf den Schnitt mit Bedacht gewählt werden.

3. Die hochwertige Tonqualität

Die stimmige Kombination aus bewegtem Bild mit Tönen, Worten, Geräuschen und Musik im Hintergrund wirkt sehr viel stärker als nur das Bild alleine. Sprache, Geräusche und Musik erweitern die Wirkung des Bildes und geben ihm eine zusätzliche Richtung, werden im Videobereich aber oft vernachlässigt. Deswegen achte ich nicht nur auf eine gute Bildwirkung, sondern auch auf einen qualitativ hochwertigen Ton bei der Aufnahme und der Abmischung.

 

Eventdoku, Veranstaltungsdokumentation ,Siemens , Arbeitsschutzmesse, Messe Frankfurt

4. Das vorhandene Licht nutzen

Die Lichtstimmung am Ort der Veranstaltung macht einen Großteil der Atmosphäre aus. Für mich als Kameramann gilt es, die Lichtstimmung optimal zu nutzen. Dunkle Wolken, Regen und Schnee sind in den meisten Fällen keine idealen Rahmenbedingungen für Veranstaltungen, können aber filmisch sehr reizvoll sein.

Eventdoku, Veranstaltungsdokumentation KD Navien_ISH Messe Frankfurt

Ein blauer Himmel mit viel Sonnenschein gilt im Allgemeinen als gute Voraussetzung für einen gelungenen Outdoor-Event. Für die Kamera bedeutet direktes Sonnenlicht aber auch harte Kontraste. Zumindest bei Portraitaufnahmen kann ich die Schatten mit zusätzlichem Licht aufhellen oder den Kamerastandpunkt und die Belichtung so wählen, dass unschöne Schatten vermieden werden und vorhandenes Licht optimal zur Wirkung kommt.

Eventdoku, Veranstaltungsdokumentation, Schlechtwetter

Bei Abendveranstaltungen nutze ich gerne die vorhandene Lichtstimmung, arbeite aber bei Bedarf auch mit einem dezenten Aufhelllicht an der Kamera, um Gesichtern mehr Zeichnung zu geben.

Eventdoku, Veranstaltungsdokumentation von Poll Immobilien, Immoclubbing

5. Die passende Technik

Kamera- und Tontechnik sollten sich den Anforderungen der Aufgabenstellung anpassen und nicht umgekehrt. So wie ein Rennrad, ein Mountainbike und ein Einrad ganz unterschiedliche Qualitäten haben, so ist auch nicht jeder Kameratyp für jede Aufgabe geeignet. Bei Abendveranstaltungen ist eine gute Low-Light-Empfindlichkeit gefragt, bei Outdoor-Events muss die Kamera auch mal Regen vertragen können.

Eventdoku, Veranstaltungsdokumentation, Kameratechnik Sony Alpha 7S II
Ich nutze eine an die Situation angepasste Kameratechnik, die einerseits schnell und vielseitig genug ist, um den unterschiedlichen Aufgabenstellung während einer Veranstaltung gerecht zu werden, andererseits auch kompakt und leicht, um die notwendige Mobilität zu gewährleisten. Wann immer möglich nutze ich Kameras mit 35mm-Sensor oder Vollformat, um mit der Schärfe gestalterisch arbeiten zu können (siehe auch diesen Artikel).

Aufnahmen vom klassischen Stativ oder aus der Hand bzw. der Schulter ergänze ich gerne mit kleinen Dolly- und Kranfahrten. Besonders interessant ist dies bei Produktpräsentationen auf Messen, weil solche Aufnahmen eine hohe Produktwertigkeit unterstreichen.

Eventdoku, Veranstaltungsdokumentation KD Navien ISH Messe Frankfurt

6. Die Postproduktion

Nach dem Dreh beginnt die Materialsichtung und die Strukturierung des gesammelten Bildmaterials. Die besten Momente und aussagekräftigsten Bilder werden selektiert, Musik und O-Töne auf das Material abgestimmt.
Bei den meisten Veranstaltungsdokumentationen mache ich auch den Schnitt. Der Kunde bekommt dann von mir eine erste Schnittvariante inklusive Tonmischung. Danach besteht immer die Möglichkeit einer Korrektur des Schnitts, um eventuell ungewollte Szenen oder Personen rauszuschneiden.

Veranstaltungsdokumentation Frankfurt Skyliners Gala "Basketball macht Schule"
Anschließend werden alle Szenen farbkorrigiert und aufeinander angepasst. Das erfordert viel Zeit, ist aus meiner Sicht aber unerlässlich, um eine professionelle Wirkung zu erzielen und sich von „mal schnell drauf gehalten“ zu differenzieren.

Die passende Musik zum Bild ist ebenfalls ganz essentiell, um die Gesamtwirkung stimmungsvoll zu präsentieren. Das wird oft unterschätz oder schlichtweg vergessen. All das kann eine Veranstaltungsdokumentation zu einem nachhaltigen Erlebnis machen.

Bei jeder Veranstaltungsdokumentationbin ich als Kameramann auf der Jagd nach den richtigen Momenten und großen Eindrücken.

In der Rubrik „Portfolio“ > „Videodokus“ finden Sie eine Auswahl von meinen Veranstaltungdokumentationen.

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Storytelling

Storytelling und die Beurteilung von Konzepten

Am Anfang einer Filmproduktion steht die Idee. Welche Idee aber ist die beste und wirkungsvollste?
In diesem Artikel geht es nicht um einen Leitfaden für die Entwicklung einer Idee, sondern um Storytelling und die Beurteilung von Konzepten.

Konzeptionsphase

Content Creation und Storytelling sind die Buzzwords schlechthin im Marketing. Sie gelten als Zauberformel für eine erfolgreiche Kommunikationsstrategie und damit auch für Filmkonzepte.
Content zu produzieren, der für den Zuschauer relevant sind wird von allen Seiten empfohlen.
Schluss mit simplen marktschreierischen Werbebotschaften, keine glänzenden Imagefilme mehr. Authentizität ist gefragt.

Storytelling

Storytelling ist nicht wirklich was Neues und auch kein Erfolgsgarant für gelungene Filme!

Denken wir uns zurück in eine Zeit, in der es noch keine Massenkommunikation im heutigen sinne gab: man saß in einer Gruppe am Lagerfeuer oder beim Essen am Tisch, und demjenigen, der eine interessante Geschichte erzählen konnte, dem hat man zugehört. Genau das ist Storytelling: eine Geschichte erzählen.

Das kann eine authentische Geschichte sein, die zum Nachdenken anregt, betroffen macht oder einfach nur informativ ist. Oder die Geschichte ist fiktiv, unterhaltend, humorvoll, inspirierend.

Beide Ansätze, der informative und der unterhaltende sind bis heute gültig und schließen sich gegenseitig nicht aus. Gut gemachte Stories können durchaus humorvoll und informativ erzählt sein.

Der Leitsatz „Menschen interessieren sich für Menschen“ war schon immer eine gute Ausgangsbasis für eine Geschichte und ist es auch heute noch. Das ist auch der Grund, warum Testimonials in der Werbung schon seit vielen Jahren erfolgreich funktionieren und kein kurzfristiger Trend sind.

Alleine die Tatsache allein, in einem Film eine Geschichte zu erzählen, ist im Marketing ein guter Ansatz, aber keine Garantie für Erfolg.

Die größte Gefahr beim Storytelling ist die Austauschbarkeit. Ein gute Geschichte kann den Zuschauer total in den Bann ziehen und die volle Aufmerksamkeit generieren. Aber genau dieser Benefit ist auch das größte Problem. Am Ende bleibt die Frage: Wofür war das nochmal? Von wem war das Video? Um welches Produkt ging es eigentlich? Dazu ein Beispiel:

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https://www.youtube.com/watch?v=LxUi_cyTd48

Dieser TV-Spot hat 2004 den Golden Löwen beim Werbefilmfestival in Cannes gewonnen und ist ein sehr emotional erzählte Geschichte, die völlig ohne Worte auskommt. Aber die Verbindung zur Marke ist nicht sehr stark. Es hätte auch um Kondome gehen können, einen Supermarkt, oder Socken oder oder…

Ein Beispiel für eine gelungene Umsetzung einer Story mit einem Produktversprechen ist ein TV-Spot von der Telekom:

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https://www.youtube.com/watch?v=pLnIa6rBokc

Die Geschichte ist nicht neu, vielmehr ein “Zitat” und wurde in den 1990er Jahren schon mal fast genau so von Mercedes erzählt. In beiden Fällen ist die Verankerung mit dem Markennamen und dem Produktversprechen aber sehr stark, die Story zeitlos:

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https://www.youtube.com/watch?v=oVIWrXzjVI4

Bei der Beurteilung von Konzept für Filme in der Marketingkommunikation möchte ich auf einen Leitfaden hinweisen, den Albert Heiser in seinem Buch „Bleiben Sie dran“ 2001 vorgestellt hat und in seinen Grundzügen noch heute gültig ist.

Beurteilungskriterien für Konzepte

1. kommunikative Treffgenauigkeit
„Das erste Kriterium ist: inwiefern bringt das Skript die Kommunikationsinhalte des Briefings auf den Punkt? Damit ist die kommunikative Treffgenauigkeit des Konzepts gemeint, und die Frage, ob den Kommunikationsinhalten die richtige Gewichtung im Film zukommt. Basis der Diskussion ist, ob die Solldaten des Kreativ-Briefings im Rahmen der Filmidee umgesetzt worden sind.“

2. Verständlichkeit der Idee
„Das zweite Kriterium ist die Verständlichkeit der Idee. Ohne Beispiele nennen zu wollen (bei aufmerksamer Betrachtung finden Sie diese selbst), wirken viele Spots im deutschen Werbefernsehen auf mich rätselhaft. Ihr tiefer Sinn erschließt sich nicht. Ihre Struktur stimmt nicht, sie sind wenig anschaulich oder setzen Gedankensprünge voraus, die nur der Autor versteht. Leider hört man allzu oft, dass dies Absicht sei, weil man möchte, dass der Rezipient über den Spot hinaus darüber nachdenkt, aber wer tut das außer den Werbern selbst, weil diese sich dafür interessieren? (…)“

Ein Beispiel, bei dem sich mir die Idee und die Art des Humors nicht erschließt:

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https://www.youtube.com/watch?v=9DCFUq18-pE

3. Aufmerksamkeit
„Das dritte Kriterium ist die Aufmerksamkeit. Ist die Idee einzigartig, weicht sie von der Norm ab, hat sie Relevanz für die Zielgruppe, und bringt sie eine Aussage so vor, wie es bisher kein anderer getan hat? Kann man diese Frage mit Ja beantworten, spricht das für den Film. Allzu leicht sagen Entscheider, dass es eine Idee schon gibt, nur weil sie ein Detail eines Spots wieder erkennen. Aber nur weil es schon einmal einen Film mit Affen gab, heißt das nicht, dass die aktuelle „Affenidee“ dasselbe ist. (…)“

Ein sehr aufmerksamkeitsstarker Anfang, allerdings ein merkwürdigen Wendung am Ende:

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https://www.youtube.com/watch?v=qwx4_69c-oI

4. Akzeptanz
„Ein weiteres Kriterium ist die Akzeptanz der Idee bei der Zielgruppe. Ist die Idee glaubwürdig? Wenn die Zielgruppe die Argumentation und die Dramaturgie des Spots nicht nachvollziehen kann, fällt er durch. (…) Ein Waschmittel löst keine Eheprobleme, eine Schokolade macht junge Leute nicht glücklicher, ein Kaffee schmeckt nicht deshalb besser, weil er auf einer Luxusyacht getrunken wird, und ein Auto ist nicht mit einer Raumstation vergleichbar. Im Unterschied zum dramaturgischen Muster der Lüge handelt es sich hierbei um Behauptungen, die inhaltlich nicht haltbar sind. In der Ernsthaftigkeit dieser Vergleiche und Inhalte liegt die Unglaubwürdigkeit. Ursache dieser fatalen Fehler ist die Selbstüberschätzung von Unternehmen. Ein Produkt darf sich nur so wichtig nehmen, wie es der Verbraucher ernst nimmt. Dort, wo dramaturgische Muster mit inhaltlichen Aussagen verwechselt werden, sind Fehler in der Entscheidung über Ideen vorprogrammiert.“

Ein Testimonial mit mangelhafter Authentizität und Akzeptanz:

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https://www.youtube.com/watch?v=5NU74BuiU4k

5. Lernwirkung
„Fünftes Kriterium ist die Lernwirkung. Ausgehend von dem Gedanken, dass Kommunikation lernen ist, muss man sich die Frage stellen, was am Ende des Spots hängen bleibt und was der Rezipient gelernt haben soll. Sind die entscheidenden Aussagen lernfähig und wirksam dargestellt?“

Hier fehlt mir ein starker Link zur Marke. Den muss man im Abspanntext suchen!

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https://www.youtube.com/watch?v=IpbDHxCV29A

6. kreatives Potential
„Und last but not least muss die Frage nach den kreativen Potential des Films gestellt werden. Damit ist die Eigenständigkeit der Idee an sich gemeint. Beschreitet der Film einen Weg, der in seinem Stil und der Ansprache zeitgemäß und richtungweisend ist?“

Eine unter kreativen Aspekten sehr ungewöhnliche und eigenständige Sichtweise, sehr aufmerksamkeitsstark auch, allerdings ist die visuelle Umsetzung der Idee “Illusion” sehr weit von der eigentlichen Produktaussage “unglaublich wenig Benzinverbrauch” entfernt:

https://www.youtube.com/watch?v=7PGXZ-oc2-g

Alle Zitate aus ≫Bleiben Sie dran!≪ von Albert Heiser

Erfolgsfaktoren

Bei der Analyse von erfolgreichen kreativen TV-Kampagnen kann man folgende Parameter als Erfolgsfaktoren feststellt:

• Auslösen von Emotionen
• Originalität und Überraschung
• unkonventionelle Synthese von Ideen
• visuelle künstlerische Ausarbeitung

Mit Blick auf Filme für Social Media Plattformen lässt sich ergänzen:

• in den ersten 5 Sekunden muss ein Bezug zum Zuschauer aufgebaut werden, damit dieser weiter schaut
• möglichst Nutzer animieren, den Film mit anderen zu teilen

Zusammenfassung

Als übergeordnetes Kriterium lässt sich feststellen, dass erfolgreiche Marketing-Kommunikation es auf intelligente Weise geschafft hat, beim Rezipient ein ganz individuelles kleines Glücksgefühl auszulösen. Die Bedürfnisse, die befriedigt werden müssen, sind sehr individuell, situativ und zeitlich unterschiedlich. Jeder Mensch möchte zu anderen Menschen dazugehören, ernst genommen und respektiert werden.

Der Leitsatz “Menschen interessieren sich für Menschen” ist ein guter Ausgabgspunkt für eine Geschichte. Die Story muss für den Zuschauer relevant sein und die Machart Vertrauen erwecken. Alles, was nach dumpfem Werbeversprechen daher kommt, betrachtet der Zuschauer als nervig. Aber auch Überraschung und Humor sind angesagt und müssen nicht im Widerspruch zu seriösen Produktaussagen stehen. In diesem Spannungsfeld der individuellen Bedürfnisse steht auch die Konzeption von Werbefilmen. Es gibt schlussendlich nicht ein einziges Erfolgsrezept.

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Das Konzept von Videoportraits

Das Videoportrait als Baustein zur Neukundengewinnung

Gedanken zum Konzept eines Agenturportraits für die Gothaer Versicherung, entwickelt von der Agentur Rosenfeld.cc und umgesetzt von Business Media Art: Wenn ein potentieller Neukunde sich in der Phase der Anbahnung eines Versicherungsabschlusses befindet, ist dem in aller Regel ein besonderes Ereignis voraus gegangen: Die erste Wohnung, Gründung einer Familie, ein Immobilienerwerb oder ein Krankheitsfall in der Familie oder im Freundeskreis.

Im nächsten Schritt sucht der eine weitere Informationen zum Thema bei Freunden, Bekannten, Kollegen oder den Eltern, der andere recherchiert im Internet.

Bei solch sensiblen Themen wie Versicherungen oder Geldanlagen verlassen sich viele Kunden auf Empfehlungen, ähnlich wie bei der Wahl eines Arztes. Eher selten werden konkrete Kontakte auf Grundlage von Kontakten in der Fernsehwerbung, Radio oder Print wahrgenommen.

Der bedeutendste Weg zur Generierung von Neukundengeschäft ist daher die Weiterempfehlung durch zufriedene Kunden in persönlichen Bekanntenkreis oder im Internet.

Das Videoportrait, das in den Internetauftritt der Agentur prominent integriert ist, hat die Funktion einer erweiterten Visitenkarte.

Um die Phase der Orientierung zum konkreten Beratungsgespräch erfolgreich zu meistern, sollte die Agentur ein Mehrwert bieten und sich differenzieren von anderen. Die Agentur sollte eine Antwort finden auf die Frage „Warum gerade wir?“ Hier bietet sich ein Agenturportrait im Videoformat in idealer Weise an, um den Mehrwert der persönlichen Beratung zu untermauern. Ein Portraitbild vom Agenturinhaber und den Mitarbeitern ist auf jeden Fall gut, aber ein Video ist die bessere Möglichkeit, die Agentur und vor allem den Inhaber (die Inhaberin), auf eine persönlichere Weise kennen zu lernen. Allein die Sprache, Gestik und Mimik verraten viel mehr über die Person als ein Bild. Nähere Informationen zur optimalen Wirkung eines Statements vor der Kamera auch in diesem Artikel.

 

Das Konzept

Die Videoportraits für die Agenturen sind so konzipiert, dass der Interessent im Stil einer ca. 3minütigen Dokumentation Hintergrundinformationen bekommt zur Arbeitsweise der Agentur, zur Agenturphilosophie, zu Schwerpunkten der Beratungsleistung, zur regionalen Verbundenheit und der Art und Weise, wie die Agentur organisiert ist.

Zu Beginn stellt sich der Agenturinhaber (die -inhaberin) kurz vor und macht neugierig.

Videoportrait für die Gothaer Agentur Rehm

Der Agenturinhaber (die -inhaberin) und ausgewählte Mitarbeiter erzählen ihre individuelle Story in eigenen Worten einem fiktiven Reporter, geben Tipps oder erzählen von besonderen Ereignissen, die sie mit ihren Kunden hatten.

Videoportrait Gothaer Agentur Rehm

Dieser Dokumentarstil schafft Vertrauen, Kompetenz, Nähe, Individualität. Die Kleidung und das Auftreten sind authentisch, so wie der Berater auch in ein Kundengespräch gehen würde.

Videoportrait Gothaer Agentur Rehm

Der Zuschauer hört die Stimmen und sieht die Bewegungen der Personen und bekommt so ein Gefühl, ob “die Chemie stimmt”. Es sind nicht die konkreten Angebote, die hier zählen, also das Was, sondern eher das Wie.

Die Kameraführung

Die Kameraführung bei den Videoportraits unterstützt die Rolle des Zuschauers, der sich informieren will und neugierig ist, in dem sie aus verschiedenen Perspektiven eine teilweise auch suchende Rolle einnimmt, wie ein Voyeur, der unbemerkt zuschaut und dem Gespräch lauscht. Die Kamera drängt sich aber nicht nach vorne, ist eher versteckt, vorsichtig beobachtend und immer in leichter Bewegung. Die Bilder wirken dadurch natürlich, persönlich, lebendig.

Videoportrait Gothaer Agentur Rehm

Videoportrait Gothaer Agentur Rehm

Videoportrait Gothaer Agentur Rehm

Am Ende spricht der Agenturinhaber (die -inhaberin) den potentiellen Interessenten persönlich an, bei Interesse in Kontakt mit der Agentur zu treten. Diese Handlungsaufforderung schafft die Brücke zur konkreten ersten Kontaktaufnahme und damit zum Verkaufsgespräch, in dem die Agentur den ersten Eindruck fortsetzen und ergänzen muss.

Gothaer Agenturportrait Rehm

Ob die Leistung und die Angebote den potentiellen Neukunden überzeugen können, ist dann natürlich Sache der Agentur selbst. Das Videoportrait ist der Ice-Breaker.

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